Europäisches Sprachenportfolio: Neues Zusatzelement Austausch / Mobilität

Planen Sie einen Sprachaufenthalt oder Austausch mit einer Klasse oder mit einzelnen Lernenden? Mit den Materialien des neuen Zusatzelements «Austausch / Mobilität» für das digitale ESP III können Ihre Schülerinnen und Schüler ihre sprachlichen, interkulturellen und lernstrategischen Kompetenzen einschätzen, gezielt trainieren und anschliessend dokumentieren.

Das Zusatzelement wurde am Institut Fachdidaktik Sprachen der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) erarbeitet und mit Lehrpersonen und Klassen der Sekundarstufe II der Schweiz erprobt.  Wir haben bei der Entwicklung der Materialien ebenfalls mitgearbeitet.

Das Projekt wurde vom Bundesamt für Kultur (BAK) finanziert. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) ist Herausgeberin, die Publikation erfolgt durch den Schulverlag plus. Eine individuelle Nutzungslizenz des digitalen ESP III (mit Zugang zum vollständigen Material) kostet CHF 15.80.

Portfolio Europeo delle lingue: Nuovo Supplemento PEL III scambi / mobilità

Pianificate un progetto di scambio o di mobilità individuale o con una classe? I materiali di lavoro del nuovo supplemento «scambi/mobilità» del PEL III in versione digitale servono agli allievi per valutare in modo autonomo, esercitare e documentare il loro apprendimento linguistico ed interculturale.

Il supplemento è stato elaborato dall’Istituto di didattica delle lingue dell’Alta Scuola Pedagogica di San Gallo (PHSG. )Abbiamo anche contribuito allo sviluppo del supplemento.

Il progetto è stato finanziato dall’Ufficio federale della cultura; editrice ne è la Conferenza svizzera dei direttori cantonali della pubblica educazione (CDPE). È stato pubblicato da Schulverlag plus. Una licenza di utilizzazione individuale per il PEL III costa CHF 15.80.

Koordinierter Sprachenunterricht über alle Schulstufen als langfristiges Ziel

Beim Schuljahresbeginn 2016/17 traten in 12 Kantonen Schülerinnen und Schüler auf die Sekundarstufe II über, die seit der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernt haben. Bis zum Schuljahr 2019/20 wird die Einführung in 22 Kantonen abgeschlossen sein.

Die Sprachenstrategie der EDK für die allgemeinbildende Sekundarstufe II vom Oktober 2013 unterstützt die kohärente Weiterentwicklung der Sprachkenntnisse im Lauf der Schulzeit. Wir haben dazu ein Positionspapier verfasst – Sie finden unsere Stellungnahme unter Downloads.

Unsere Aktivitäten

Wir unterstützen die Schweizerische Mittelschulkonferenz SMAK bei der Umsetzung der Sprachenstrategie für die Sekundarstufe II, indem wir die Aktivitäten der Kantone analysieren und Empfehlungen ableiten.  

Wir führen regelmässig Tagungen durch, vertreten die allgemeinbildende Sekundarstufe II in Gremien (Koordinationsgruppe Sprachen der EDK, Arbeitsgruppe Sprachen der D-EDK) und leiten die gesammelten Informationen im Netzwerk weiter.

Fremdsprachen – ein persönlicher Rück- und Ausblick

23. Mai 2017, Renata Leimer

Anfang 70er Jahre an der Stadtschule in Murten: «Voici le bol!» Als 10jährige bin ich in einer Pilotklasse der Primarschule stolz, dass ich sowohl das Wort «bol» kenne und gleichzeitig lerne, dass die Erwachsenen nicht überall ihr Frühstücksgetränk aus einer Tasse geniessen. Das Wort «Pilotklasse» hatte – so will es zumindest meine Erinnerung – den Klang eines grossen Aufbruchs in allen Schulen.

2004 in Luzern: Nach acht Jahren als Lehrerin für Englisch an der Kantonsschule freut mich die Nachricht, dass die Kantone einen Sprachkompromiss für die Frühfremdsprachen gefunden haben. Das Modell 3/5 wird beschlossen und gleichzeitig den Kantonen die Kompetenz gewährt, über die Sprachreihenfolge zu entscheiden. Erneut empfinde ich Aufbruchstimmung und bin stolz, dass in der Schweiz pragmatische föderale Kompromisse geschlossen werden können. Ich bin gespannt auf das Wissen und Können, das die Schülerinnen und Schüler dereinst mitbringen werden.

2017 bei meinen Tätigkeiten für das ZEM CES in Bern: Ich verfolge als Themenverantwortliche Fremdsprachen die Umsetzung der Sprachenstrategie Sekundarstufe II und arbeite in interkantonalen Gremien mit. Der Sprachenunterricht wird fast täglich in der Presse diskutiert, das Verhältnis ist sowohl zwischen den verschiedenen Sprachregionen als auch zwischen Bund und Kantonen angespannt. Gleichzeitig weisen Studien nach, dass Kenntnisse in einer Fremdsprache den Erwerb einer weiteren Sprache erleichtern und mehr Unterricht über mehrere Schuljahre zu signifikant höherer Leistung führt, während es keine Hinweise auf generelle Überforderung der Schülerinnen und Schüler durch parallelen Spracherwerb gibt.

Die Sprachenstrategie stimmt und wurde von den Bildungsdirektoren erneut bekräftigt. Viele Mittelschulen haben ihre Lehrpläne und ihren Unterricht bereits auf die neue Situation ausgerichtet. Hoffen wir, dass die sorgfältige Umsetzung mit allen dazu gehörenden Herausforderungen nun Zeit erhält und zum Abschluss gebracht werden kann.

Autorin: Renata Leimer, 031 320 16 70

Weitere Informationen zum Fremdsprachenunterricht

Finanzhilfen für innovative Schulprojekte in den Landessprachen

Sprachengesetz, Sprachenverordnung

Gestützt auf das Sprachengesetz und die Artikel 10 und 11 der Sprachenverordnung (SpV) gewährt das Bundesamt für Kultur den Kantonen Finanzhilfen für Projekte zur Förderung der Landessprachen im Unterricht sowie zur Förderung der Kenntnisse Anderssprachiger in ihrer Erstsprache.

Das Generalsekretariat der EDK ist als Koordinationsstelle für den Vollzug zuständig und nimmt die Gesuche entgegen. Projekte können jährlich per 31. Januar eingereicht werden.

Fremdsprachenzentrum Graz

Das europäische Fremdsprachenzentrum in Graz (EFSZ) ist eine Institution des Europarats mit Sitz in Graz, Österreich. In Zusammenarbeit mit der Language Policy Division / Division des politiques linguistiques des Europarats wirkt das EFSZ als Katalysator bei den Reformen im Bereich des Sprachenunterrichts und Sprachenlernens. Das Zentrum unterstützt Schlüsselpersonen der Mitgliedstaaten dabei, die Bildungspolitik den Sprachen und der Praxis anzunähern.

Europäisches Sprachenportfolio ESP III

Das Sprachenportfolio ESP III für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene ist das erste schweizerische Sprachenportfolio, das ab der Neuauflage von 2010 durch ein Webportal unterstützt wird.

Förderung der Landessprache Italienisch

Am 26. März 2015 publizierte die Plenarversammlung der EDK Empfehlungen zur  Förderung der Landessprache Italienisch an den Gymnasien.

Sprachenstrategie der EDK für die obligatorische Schule

Die wichtigsten Inhalte der nationalen Strategie der EDK von 2004 zur Weiterentwicklung des Sprachenunterrichts sind in das HarmoS-Konkordat (interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule) eingeflossen und werden damit für die dem Konkordat beitretenden Kantone verbindlich.

Gemäss dieser Sprachenstrategie wird ab der Primarschule eine zweite Landessprache und Englisch unterrichtet, mit regional oder kantonal unterschiedlicher Reihenfolge und Zeitplan.

Kontakt

Renata Leimer

Renata Leimer
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031 552 30 70